Wie dir mentale Geburtsvorbereitung hilft, deine Angst in Vertrauen zu verwandeln.

Du bekommst dein erstes Kind und die Vorstellung einer natürlichen Geburt lässt Panik in dir aufsteigen. Oder deine vorherigen Geburten waren alles andere, als das was du dir vorgestellt hast und du suchst nach Methoden, um eine natürliche und freudvolle Geburt erleben zu dürfen.

Als Hebamme erlebe ich diese Sätze häufiger: "Ich weiß nicht, ob ich mir eine natürliche Geburt zutraue". " Ich habe Angst vor der Geburt".

Wer kennt das nicht, eine vollkommen neue Situation, du kennst dich mit der Aufgabe überhaupt nicht aus und an Tag X muss alles sitzen. Da macht sich unweigerlich Angst, Panik und Überforderung platz. Zum Glück sind wir Frauen 9 Monate schwanger und haben 9 Monate Zeit uns mit vielen Themen zu beschäftigen. Auch das Thema: wie möchte ich, dass mein Kind auf die Welt kommt.

Ängste und Sorgen, in Bezug auf Geburt sind gut, wenn sie dir bewusst sind und du sie nicht in eine Schublade schiebst, die sich im Kreißsaal wieder öffnet. Wir können schlecht von heute auf morgen unsere Gefühlswelt umkrempeln. Aber wenn du dich, deinen Gefühlen stellst, dann hast du die Möglichkeit, deine Schwangerschaft vielfach positiver zu erleben und eine wundervolles Geburtserfahrung zu haben.

Darüber hinaus kannst du deine gelernte Methode, ein Leben lang anwenden, denn es gibt immer wieder Situationen, die wir gerne positiv verändern wollen, uns aber nicht so ganz trauen. Wie gut, dass du jetzt in der Schwangerschaft genau das lernen kannst.

Mentale Geburtsvorbereitung

Vertrauen kauft man nicht im Supermarkt, man verdient es sich in kleinen Portionen.

Nutze den 3-teiligen Mini-Video-Kurs mit Hebamme Nadja Sköries, um spürbar mehr Vertrauen in dich und deine Schwangerschaft zu bekommen. Und stelle fest, wie gut es tut, aktiv was in der Hand zu haben.

Geburt ist ein Tanz aus Anspannung und Ruhe

Dein Körper liebt und hasst deine Psyche, denn wenn wir Angst haben, dann reagiert dein Körper nach einen ganz primitiven Muster. Dein vegetatives Nervensystem aktiviert den Stress- und Notfallplan, den Sympatikus. Das bedeutet dein Körper macht sich physisch bereit für Angriff oder Flucht. Hierfür benötigt er Extra-Energie, die von allen nicht überlebenswichtigen Funktionen abgezogen wird. Damit eine Flucht oder Kampf möglich wären. Ein Körper in einem Angstzustand hat immer mehr Spannung und das ist für eine Geburt definitiv von Nachteil. Denn Geburten leben von einen guten Rhythmus aus Anspannung und Entspannung.

Das eine Fluchtidee bei der Geburt, mehr als Quatsch und kontraproduktiv ist kannst du dir sicher vorstellen. Aber unser lieber Körper ist alt und weise und hat immer noch genau die gleichen Mechanismen, wie vor etlichen 1000 Jahren. Es ist immer das Gleiche wenn wir Angst verspüren, auch bei der Geburt.

Zusätzlich wird durch den Sympatikus, die Kontraktion der Gebärmutter erhöht und da haben wir den Salat, weniger Durchblutung der Eingeweide, aber mehr Kontraktion. Damit der Muttermund sich gut öffnen kann braucht es beides, Kontraktion und Entspannung. Kommt es zu mehr und mehr Spannung und immer weniger Entspannung, entstehen auch mehr Schmerzen und der Muttermund kann sich schlechter öffnen.

Somit wird sehr deutlich, dass Angst vor der Geburt, ein ganz schlechter Begleiter ist.


Das Beste, was du dir jetzt gönnen darfst, ist ein Plan für deine Geburtsvorbereitung. Du darfst Woche für Woche mehr über Geburten verstehen, mehr Vertrauen in dich und deine Baby zu gewinnen und eine Methode zu finden, die dir hilft, dich positiv auf deine Geburt vorzubereiten.


1

Suche dir eine Hebamme vor Ort

3

Lies positive Geburtsberichte und schau dir an, was diesen Frauen geholfen hat.

4

Such dir eine Expertenquelle, ein Schwangerschaftsbuch, ein Hebammenpodcast, ein Hebammenblog...

5

bei Unsicherheiten, bitte keine Foren durchstöbern, sondern kontaktiere deine Hebamme oder Frauenärztin

6

such dir einen Geburtsvorbereitungskurs mit dem Fokus auf Mentaltraining

7

Überlege dir, wie es dir gehen würde, wenn du einen 1:1 Betreuung hättest und ob du vor Ort z.B. die Möglichkeit hast, von einer Beleghebamme zur Geburt begleitet werden kannst oder ob es ein Geburtshaus gibt ( wenn das Optionen sind, dann melde dich dort sobald als möglich)


Eine positive Geburtsvorbereitung ist der beste Weg, deiner Angst vor der Geburt zu begegnen.


Ich halte Geburtsvorbereitung für sehr wichtig. Hierzu gehören verschiedene Aspekte, die ich werdende Eltern ans Herz lege. Was gehört zur klassischen Geburtsvorbereitung dazu? Natürlich kommen da erstmal die Infos. Alles was du informativ einsortieren kannst, macht schon mal weniger Angst.

  • Anatomie des weiblichen Körpers
  • Ablauf einer Geburt
  • Wie fühlen sich Wehen an
  • Wann fahre ich zur Geburt in die Klinik/ Geburtshaus
  • Kliniktasche, was gehört hier rein
  • Umgang mit Schmerzen
  • Wochenbett vorbereiten
  • Die Stillzeit, Säuglingszeit
  • Die erste Zeit mit dem Baby

Und natürlich auch der praktische Teil in der Geburtsvorbereitung, definitiv kein Hächeln, aber viele Übungen, damit du gut vorbereitet in die Geburt gehst.

  • Atemübungen
  • Beckenbodenübungen
  • Entspannungstechniken
  • Mentaltraining

Für etliche Paare hört nach dem Kurs, die Geburtsvorbereitung auf, frei nach dem Motto: Ich habe einen Kurs besucht, jetzt weiß ich Bescheid. 

Viele sind dann überrascht, dass Geburt doch viel intensiver und heftiger ist. Daraus kann folgen, dass sie sich während der Geburt überfordert und überrannt fühlen. (Selbst ich als Hebamme, habe meine Gefühlswelt unterschätzt, die mich knallhart bei meiner ersten Geburt getroffen hat. Und bin bis heute so dankbar, dass ich eine 1:1 Betreuung hatte, die das kompensieren konnte.)

Durchaus können Gefühle wie Sorge und Überforderung phasenweise ganz normale Gefühle  sein, die Frauen bei der Geburt erleben. Wie gut wäre es Methoden und Techniken so gut zu kennen und nutzen zu können, dass du wirklich was in der Hand hast und deine Entspannung selber unterstützen kannst. Je sicherer du deine Übungen kannst, umso besser kannst du, für dich und dein Baby, in einem guten Gleichgewicht sein, zwischen Anstrengung und Pause sein.

Keep on going

Ich würde dir immer raten, die Übungen aus deinem Geburtsvorbereitungskurs fortzuführen und sie 3-5x wöchentlich zu üben. Das hilft dir an Sicherheit zu gewinnen, weil die Übung für dich dann ganz einfach wird und du sie auch unter Anstrengung abrufen kannst.

Du darfst aktiv deine Geburtsvorbereitung angehen, denn nur auf der Infoebene reicht mir für die Geburt nicht aus. Weil Babys bekommt man nicht durchs Verstehen von Abläufen und abgearbeiteten Checklisten.


Ab wann mit Entspannungsuebungen starten

Grundsätzlich empfehle ich allen Schwangeren, ab der 20. Schwangerschaftswoche, sich ein Entspannungsritual oder eine Entspannungsübung zu suchen, dass du regelmäßig, sprich mehrmals wöchentlich anwendest.

Ich höre öfters den Satz: "So Entspannungsübungen sind nichts für mich." Umso wichtiger finde ich es, dass du dir in deiner Schwangerschaft, eine Entspannungsmethode suchst, die zu dir passt, um gut in die Ruhe zu kommen.

Geburt ist ein ein Wechsel aus Anspannung und Entspannung. Diese Ruhepause willst du absolut nutzen, um Kraft und Energie zu sammeln und um dich zu motivieren. Und das mehr oder weniger auf Knopfdruck.


Natürlich gibt es Frauen, die einfach und schnell ohne viel Gedöns ihre Kinder bekommen, aber das ist die absolute Ausnahme. Davon kann ich als Hebamme nicht ausgehen, so sehr ich das Frauen und Babys auch wünsche. Damit du, gut vorbereitet bist für deine Geburt, kommst du um das Üben nicht drum herum. Das wäre so, als ob du keine Ausbildung machst, weil du davon ausgehst, dass du im Lotto gewinnen wirst.


Die unterschätze Kraft des Unbewussten

Geburten sind absolut emotional, auf vielen Ebenen. Hierfür hilft es, sich im Vorfeld, mit seinen Ängsten und Sorgen rund um Geburt, zu beschäftigen. Diese Ebene kommt im Geburtsvorbereitungskurs oft zu kurz, aber unsere Gefühle triggern unser Unterbewusstsein und das beeinflusst bis zu 90 % unseres Handelns.

Puh, das ist eine Menge. Daher ist es mein Ziel, dass dein Unbewusstes dich und dein Kind positiv unterstützt. Mit dem Unbewussten zu arbeiten ist ein enorm wichtiger Schatz, mit dem du lernen kannst, aktiv positiv für dich und mit dir zu arbeiten. Überlege einmal welche körperlichen Reaktionen du spüren kannst, wenn du an Geburt oder Wehen denkst. Das sind Reaktionen deines Unterbewusstseins. Sowie, wenn du an eine richtig saure Zitrone denkst und spüren kannst, dass sich dein Mund zusammen zieht. Oder wenn du dich in eine schöne warme Sauna träumst und merken kannst, wie deine Muskeln entspannen.

Unsere Erlebnisse und Erfahrungen prägen uns und unser Unterbewusstsein. Leider können wir nicht einfach schnippen und von jetzt auf gleich unser Denken und Fühlen verändern. 

Du kannst dein Unterbewusstes bildhaft vergleichen mit einem U-Boot und dein Verstand ist ein Speedboat. Wenn das Speedboat seine Richtung und Einstellung ändern will, reicht pure Willenskraft oder Motorkraft nicht aus, um das U-Boot zu einem Kurswechsel zu bewegen.

Mit mentaler Geburtsvorbereitung, 

die Angst vor der Geburt angehen

Mentale Geburtsvorbereitung beschäftigt sich gezielt mit deinen Gedanken und Gefühlen. Denn sie haben immer einen Effekt auf unseren Körper und unsere Reaktionen. Natürlich willst du die Welt nicht nur noch rosa malen und es ist Quatsch schwierige Gefühle auszublenden, aber wie wertvoll ist es gezielt damit arbeiten zu können.

Daher ist es für mich ein Rätsel, warum mentale Geburtsvorbereitung noch nicht zum Standart geworden ist.

Ich kombiniere in meinem Weltenentdecker-Kurs  die Methoden Mentaltraining und Selbsthypnose, damit Frauen lernen ihre eigene Trance, für eine entspannte Schwangerschaft zu nutzen und um eine gute Geburtserfahrung zu haben.

Eine Trance ist eine Tiefenentspannung, die Schwangere über mehrere Wochen lernen und regelmäßig im Alltag nutzen. Dadurch können Schwangere sich vielfach besser entspannen und haben gezielt etwas gut gelerntes an der Hand, was wirklich hilft. Denn in einer Trance verändert sich die Wahrnehmung, wie sich Wehen anfühlen und es wird einfacher. 

Geburt braucht ein gutes Gleichgewicht aus Anspannung der Gebärmutter und Entspannung. Und es braucht gute Entspannungsphasen damit der Muttermund sich gut öffnen kann. Und genau das unterstützt die mentale Geburtsvorbereitung plus Hypnose

Eine mentale Geburtsvorbereitung und Hypnose haben viele positive Effekte, hier ein kleiner Auszug:

  • Stressreduktion
  • Schmerzreduktion
  • weniger Schmerzmittel kommen zum Einsatz
  • die erste Phase der Geburt ist oft verkürzt
  • Angstfreie Geburt
  • mehr Kraft und Ausdauer


Zusätzlich genießen Schwangere ihre Entspannungsübungen und erleben sie als eine Oase zum Kraft tanken und Bindungsaufbau zu ihrem Baby. Wie wäre es, wenn durch Selbsthypnose-Übungen dein Grundgefühl für Geburt eine Mischung aus Freude, Vertrauen und tiefe Liebe ist. Oh ja, das klingt nach einer sehr schönen Kombination.

Um mit dem Unterbewusstsein zu arbeiten und es auf deinen gewünschten Kurs zu bringen, nutze ich den Zustand der Trance, denn hier hast du die Möglichkeit Veränderungen leicht annehmen zu können. Genau hier, in einem angenehmen und tief entspannten Zustand, ist dein kritischer Faktor, dein wacher Geist, dein Verstand, weniger aktiv. Dadurch kannst du, auf wunderschöne Art und Weise, gewollte Veränderungen positiv gestalten und einfacher annehmen.

Was ist eine Trance und wie fühlt sich eine Selbsthypnose an?

Eine Trance ist ein natürlicher Zustand, den du mehrmals täglich im Alltag durchläufst, wenn du verträumt aus dem Fenster schaust, während du tagträumst, oder wenn du tief versunken ein gutes Buch liest oder eintauchst in einen spannenden Film. Du siehst jeder kann in Trance gehen, tatsächlich hast du einen Trancezustand auch kurz vor dem Einschlafen oder kurz nach dem Aufwachen.

Es gibt verschiedene Trancetiefen. In der Geburtsvorbereitung arbeite ich mit einer Trancetiefe, die du dir vorstellen kannst, wie eine gute Entspannungsübung, in die du wunderbar und tief einsinken kannst. 

Die Hypnose beschreibt den Weg in die Trance, demnach bedeutet die Selbsthypnose, dass du lernst, zielsicher und einfach in deine eigene Trance zu kommen. 

Selbsthypnose ist kein Zaubermittel, dass Schmerzfreiheit bei der Geburt verspricht, aber sie kann, dir die Angst vor der Geburt nehmen. Es ist ein wundervolles Werkzeug, dass du lernst zu nutzen, egal wo du dein Baby auf die Welt bringst.

Lesetipp:  Welche Geburtsvorbereitung braucht eine Geburt in Hypnose

Und das wichtigste, es geht nicht darum, dass nur eine natürliche Geburt eine gute Geburt ist oder wer kein Schmerzmittel braucht verdient sich eine Krone, sondern um dein Gefühl für die Geburt deines Kindes. Und das darf absolut wundervoll sein. Stell dir das mal vor! Egal wie deine Geburt verläuft, egal wo, sie ist voller Freude und Herzensgefühlen. 

Nehmen wir an, du stehst vor einer riesigen Aufgabe, du bist dir noch nicht sicher, was du dafür alles brauchen wirst, aber es soll gut werden. Du hast jetzt Zeit in der universellen Werkstatt dich auszurüsten, würdest du wirkungsvolles Werkzeug liegen lassen oder lieber aus dem Vollen schöpfen?

Und los geht es mit der Umsetzung! Nutze den Motivationsschub jetzt! 

Ich freue mich für dich!

Nadja


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Nadja Sköries

Ich bin Hebamme von Herzen freiberufliche Hebamme seit 2009. 

Du findest hier regelmäßig motivierende und inspirierende Blogartikel, damit Eltern und Babys in Vertrauen wachsen können. Reines Wissen reicht in meiner Welt für die Geburtsvorbereitung nicht aus, daher findest du meine praktische Umsetzung hier.

In meinen Online-Kursen gebe ich mein Handwerkszeug weiter, damit Schwangere und Paare mit tiefem Vertrauen, positiv und voller Herzensgefühle ihre Geburt erleben zu können. Denn das Wunderwerk Geburt darf wundervoll sein.

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Schwangerschaft und Geburt aktiv, selbstbestimmt und positiv erleben.

Mit Freude und sehr gut vorbereitet,

in deine neue Aufgabe wachsen: Elternsein

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